Donnerstag, 13. Februar 2014

farm life in tassie


Kontrastprogramm here we go!
Kaum in Tasmanien angekommen fluppt es auch schon wieder mit nem neuen Job! Irgendwie scheinen mir Jobs fasst shcon in die Haende zu fallen. Viele Backpacker beschweren sich ueber die Jobsituation in Australien 'frueher war alles einfacher' blablabla!
Die richtige Einstellung und der Optimismus muss her!
Und siehe da, nach 2 Tagen online Jobsuche finde ich einen Job auf einer Kuhfarm. Ich ruf den Farmer einfach jeden Tag an und frag ihn wie es laeuft auf der Farm und wie es mit meinen Chancen aussieht. Immer schoen dran bleiben! und ZACK steh bin ich auf einer wunderschoenen Farm und melke 750 Kuehe.

Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so koerperlich hart arbeiten muessen. Es war hart, vor allem Maedchen, aber es auf jeden Fall wert! Ich habe mir mit einem anderen Backpacker ein kleines Haus auf der Farm geteilt fuer 50 dollar die woche (voll okay, ein Hostel kostet mich ca. 120$/Woche).



Die Familie des Farmers war total herzlich. Ich kann mich sehr gluecklich mit der Farm schaetzen. man hoert von vielen Farmern, die die Backpacker nur ausnutzen und schlecht behandeln.
Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass James, der Farmer, mich nach jedem Tag gelobt hat und sich stets nach meinem Wohlbefinden erkundigt hat. Die Arbeitsatmosphaere war wunderbar und sehr locker. Neben mir und dem anderen Backpacker arbeiten auf der Farm neben dem Farmer noch 2 Maenner, die uns bei der Arbeit betreuen und helfen.


Ich Glueckspilz!

maggie, der Hund des Farmers. Supersuess!

Mein Arbeitsalltag sah ungefaehr so aus:

8.00 am - ich fuelle den Tank auf meinem Jeep voll mit Milch aus der Molkerei und fuelle grosse Saecke mit Schrot aus dem Silo. Dann fahre zu den Feldern der Kaelber, die ueber das riesige Grundstueck der Farm verteilt sind. Der Milchtank ist an eine Pumpe angeschlossen, die es mir moeglich macht die Milch durch einen Schlauch ganz easy in einen grossen Milchbehaelter auf dem Feld zu fuellen. Um den Behaelter herum sind Zitzen, an denen die Kaelber eigenstaendig saugen. Dann wird nur noch Schrot in Futtertonnen gehieft und ZACK, Fuetterung ist vollendet.

10.00 am - nach dem Fuettern such ich mir meine Aufgaben selbst. Im Grunde genommen bestand meine Aufgabe dann nur noch im Aufraeumen und saeubern der Molkerei mit dem Hochdruckreiniger (sehr monoton und weniger spassig, aber wer mag shcon sauber machen?)

12.00 am - MITTAGSPAUSE



mein fahrbarer Untersatz auf der Farm


Fruehstuckszeit!


das allerschoenste Kalb - No. 62



1.30 pm - Rauf aufs Quad, Hund geschnappt und ab gehts zum Feld um die Milchkuehe zu holen. Die lahmen Kuehe zur Molkerei zu treiben kann dann schonmal ne Stunde dauern




2.30 pm -  Jetzt geht die SCHEISSarbeit los. Die Kuehe laufen nacheinander auf runde, rotierende Platform und muessen alle an mir vorbei. Ich muss nur die Saugnaepfe an die Zitzen ploppen und aufpassen, dass es nicht scheisse ueber mir regnet. Man gewoehnt sich wirklich an alles, ja sogar an das. Melken ist echt easy, aber nach 750 Eutern ist man echt fertig mit der Welt!

 5.00 pm - Kuehe sind alle auf dem Weg zum Feld um sich wieder mit lecker Gras voll zu futtern. Ich dagegen bin noch lange nicht fertig. Die ganze Molkerei muss ja wieder blitzeblank werden. Das heisst, dass ich die ganze Molkerei mit nem quasi Feuerwehschlauch abspritze. Dann wird nur noch etwas fuers Melken am naechsten Tag vorbereitet, damit es der Kollege im fruehen morgen einfacher hat.

6.30 pm - FEIERABEND

Manchmal sah meint Tag aber etwas anders aus. Kuehe muessen 2x taeglich gemolken werden, das heisst in unserem Fall um 3.30 am und 1.30 pm. Also musste ich 1-2x die Woche mogens im Dunkeln die Kuehe treiben und melken..
Der Vorteil: ich sehe wunderschoene Sonnenaufgaenge!





Mehr als nur aufregend ist vor allem das Wildlife auf der Farm. Da kommt es schonmal vor, dass eine riesen Spinne dir in der Dusche Gesellschaft leisten will oder dir eine Tigernatter vor der Haustuer den Morgen versuessen moechte. Beissen koennen sie beide, nur ist das Gift der Schlange leider toedlich.. wobei.. man hat immer noch 12 Stunden Zeit zum naechsten Krankenhaus zu gehen, um das Antigift zu bekommen. Also eigentlich kein Grund zur Sorge! 

Huntsman Spinne



Tigernatter




Diese Kollege lebt am liebsten im Haus und isst Kakerlaken und kleine Spinnen. Er ist quaaaasi einer von den Guten



Trotz harter Arbeit, vielen koerperlichen Herausforderungen und Gefahren durch giftige Tiere hat mich die Zeit auf der Farm sehr bereichert. Ich habe es vor allem genossen die Arbeitshunde immer um mich herum zu haben. Ich werde in Zukunft auf jeden Fall versuchen wieder mit Tieren zu arbeiten, wenn ich die Wahl habe.
Die Bezahlung war auch sehr gut, zumindest dafuer, dass ich keine Erfahrung hatte. 20 Dollar/Stunde ist echt nicht schlecht (ca 12 Euro/Stunde). Ausserdem habe ich schon 60 Arbeitstage fuer mein zweites Working holiday visum gesammelt. Bleiben noch 30 fuer die Westkueste Australiens!

Tess, mein absoluter Lieblingshund!

im Hintergrund unser Haus und die Molkerei direkt nebenan!


Ich und meine girls





atem beraubende Sonnenuntergaenge lassen die haertesten Tage schoen ausklingen


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